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Die Einzigartigkeit seines Kindes erkennen und fördern. Ein philosophischer Ansatz.

Aktualisiert: 29. Jan.


Was wir von Ralph Waldo Emerson's Weisheiten über liebevolle Begleitung und Unterstützung bei der Potenzialentfaltung von Kindern lernen können


Der amerikanische Philosoph und Essayist Ralph Waldo Emerson (1803-1882) war hauptsächlich für seine Schriften über die Natur, die Individualität und die menschliche Seele bekannt. Doch auch zum Thema Kinder und Erziehung hatte er viele interessante Gedanken, die sich mit den Ansichten moderner Familienexperten in vielen Bereichen decken.



Zitat Ralph Waldo Emerson - Respektiere das Kind


Emersons Gedanken zur kindlichen Natur, zum freien Denken und zur Entwicklung der inneren Stimme haben bis heute Gültigkeit und können uns dabei helfen, unsere Kinder liebevoll zu begleiten und zur Entfaltung zu verhelfen. In diesem Artikel schauen wir uns Emersons Ansichten über Kindererziehung an und erfahren, wie wir seine Ideen auch in der heutigen, modernen Welt anwenden können.



Kinder aufblühen lassen: Wie wir Kinder liebevoll unterstützen und ihre Einzigartigkeit entfalten lassen


In seinem Essay "Nature" aus dem Jahr 1836, schreibt Naturfreund Ralph Waldo Emerson, dass Kinder eine natürliche Neugier und Freude an der Welt haben, die durch Erziehung und Schulbildung nicht zerstört werden sollte. Er argumentiert zudem, dass Kinder nicht als kleine Erwachsene behandelt werden sollten, sondern als einzigartige Individuen mit eigenen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten.


Respektiere das Kind. Warte ab und sieh dir den neuen Ausdruck der Natur an. Die Natur liebt Analogien, aber keine Wiederholungen. Respektiere das Kind. Sei nicht zu sehr sein Elternteil. Dringe nicht in seine Einsamkeit ein. Aber ich höre deinen Aufschrei, der auf diesen Vorschlag antwortet: - Willst du wirklich die Zügel der öffentlichen und privaten Disziplin über Bord werfen; willst du das kleine Kind dem verrückten Lauf seiner eigenen Leidenschaften und Launen überlassen und diese Anarchie Respekt vor der Natur des Kindes nennen? Ich antworte: Respektiere das Kind, respektiere es bis zum Ende, aber respektiere auch dich selbst. Sei der Begleiter seiner Gedanken, der Freund seiner Freundschaft, der Liebhaber seiner Tugend, aber kein Verwandter seiner Sünde.

Greife nicht zu sehr ein - respektiere die natürliche Entwicklung deines Kindes


Emerson geht es darum, dass wir Kinder respektieren und ihre natürliche Entwicklung abwarten sollten, ohne zu viel einzugreifen. Er betont auch, dass die Natur analoge Muster liebt, aber keine Wiederholungen. Emerson meint hier, dass die Natur ähnliche Muster oder Prinzipien in der Entwicklung eines jeden Kindes aufweist, aber dennoch alle Kinder unterschiedlich sind und sich in individueller Weise entfalten.


Mit anderen Worten, auch wenn es gewisse Parallelen in der Entwicklung aller Kinder gibt, hat jedes Kind seine eigene Persönlichkeit, seine eigene Art zu lernen, zu wachsen und sich zu entwickeln. Die Natur hat allgemeine Muster oder Prinzipien, die wir beobachten können, aber diese manifestieren sich auf unterschiedliche Weise bei jedem Kind. Daher sollten wir als Erwachsene darauf achten, nicht zu sehr zu versuchen, Kinder in ein bestimmtes Muster oder eine bestimmte Form zu zwängen, sondern ihnen Raum geben, um sich auf ihre eigene Weise entfalten zu können und zu wachsen.



Gib deinem Kind genügend Freiraum, um sich zu entfalten


Wir sollten als Erwachsene nicht zu sehr versuchen, Eltern zu sein und die Einsamkeit des Kindes respektieren, sagt Emerson und meint damit, dass Kinder auch Zeit und Raum für sich selbst benötigen, um ihre Gedanken und Emotionen zu sortieren, sich selbst zu entdecken und ihre Autonomie, Kreativität und Fantasie zu entwickeln. Diese Einsamkeit bedeutet nicht, dass das Kind isoliert sein sollte, sondern eher, dass wir Erwachsenen darauf achten sollten, den Kindern genug Raum zu geben, sich zu entfalten, und dass wir ihre Bedürfnisse und Grenzen respektieren sollten. Wir sollten nicht zu sehr in ihre Privatsphäre oder ihren persönlichen Raum eingreifen, sondern stattdessen darauf achten, dass wir für sie da sind, wenn sie unsere Unterstützung oder Hilfe benötigen.



Höre auf dein Herz und öffne es für neue Wege statt alter Überzeugungen


Wenn Emerson von den "Zügeln der öffentlichen und privaten Disziplin" spricht, meint er die damals wie heute von vielen befürwortete gängige Vorstellung, dass Kinder durch strenge Disziplin und Kontrolle in ihrer Erziehung auf den "richtigen" Weg gebracht werden müssen, um gesellschaftlichen Normen und Erwartungen zu entsprechen. Er kritisiert hierbei die Überbetonung von Regeln und Autorität, die das Kind in seiner natürlichen Entwicklung einschränken und ihm nicht die Freiheit geben, seine eigenen Talente und Interessen zu entfalten.



Begleite dein Kind wertschätzend und authentisch ohne nur darauf bedacht zu sein, es ihm recht zu machen


Wenn Emerson sagt, dass wir uns selbst respektieren und nicht zu Komplizen der Schwächen oder Sünden der Kinder werden sollten, dann bedeutet das, dass Eltern ihren Kindern gegenüber respektvoll und liebevoll sein sollen, aber sich auch so zeigen sollen, wie sie selbst sind. Eltern sollte auch ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse respektieren und zeigen. Dabei sollten sie ihre Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und ihnen dabei als Freund und Mentor zur Seite stehen, aber auch klar und konsequent ihre eigenen Werte und Grenzen vermitteln.


Mit "Verwandter seiner Sünde" meint Emerson, dass Eltern nicht nur die positiven Eigenschaften ihres Kindes unterstützen sollten, sondern den Kindern auch klar machen sollten, was für sie in Ordnung ist und was nicht. Eltern sollten also nicht einfach nur die positiven Tugenden loben, um den Kindern zu gefallen oder sich selbst besser zu fühlen, sondern den Kindern auch vermitteln, welches Verhalten Ihnen wichtig ist, auch wenn es dem Kind vielleicht gerade nicht gefällt. Somit dienen Eltern auch als Vorbild für wahres Selbstvertrauen, denn wenn sie nur gutheißen würden, was das Kind tut, egal was sie wirklich darüber denken, würden Kinder langfristig merken, dass dies kein authentisches Verhalten ihrer Eltern ist. Wichtig ist dabei, dem Kind nicht die eigenen Vorstellungen als die einzig wahren und richtigen Überzeugungen überzustülpen, sondern dem Kind vermitteln, dass es ihre persönliche Ansicht und Wahrnehmung ist.


Begleite dein Kind also liebevoll und aufrichtig anstatt immer nur zu versuchen, es glücklich zu machen. Respektiere seine Entwicklung und seine Werte, aber achte auch auf deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse. Sei ein Freund und Mentor für dein Kind und vermittle ihm deine eigenen Überzeugungen, auch wenn es nicht immer leicht ist. Vermittle nicht den Eindruck, dass du alles weißt. Denn nur so kannst du ihm ein authentisches Vorbild sein und ihm helfen, ein starkes Selbstbewusstsein aufzubauen.




Philosophie für Eltern - die Natur der Kinder



Intuitiv und natürlich: Wie Kinder uns helfen, authentisch zu sein


In seinem Essay "Einsamkeit" schrieb Emerson 1841, dass Kinder eine gesunde Natur haben und intuitiv erkennen, wenn etwas nicht stimmt. Sie lassen sich nicht durch falsche Antworten oder oberflächliche Erklärungen täuschen. Er forderte dazu auf, von Kindern zu lernen und ihre natürliche Weisheit und Ehrlichkeit zu schätzen.


"Wir brauchen uns weniger um das zu bekümmern, was den Leuten zu sagen beliebt, als um das, was sie sagen müssen, was ihre Natur sagt: gerade um das Wort, das ihr geschäftiger, listiger [Verstand] zurückzuhalten und zu ersticken und durch irgend ein anderes zu ersetzen versucht. [...] Nicht einmal Kinder lassen sich durch die falschen Gründe täuschen, mit denen ihre Eltern ihre Fragen nach natürlichen Dingen oder nach religiösen Gegenständen oder nach Personen beantworten. Wenn Vater oder Mutter, anstatt darüber nachzudenken, wie es wirklich ist, sie mit einer oberflächlichen oder heuchlerischen Antwort fortschickt, so merken die Kinder recht gut, daß die Antwort oberflächlich oder heuchlerisch ist. Einer gesunden Natur wird es sofort offenbar, wo es bei einer anderen fehlt; und die Merkmale der Unordnung bei einem anderen bleiben uns nur darum verborgen, weil es bei uns selber nicht stimmt."

Emerson argumentiert, dass wir uns weniger um das kümmern sollten, was die Leute sagen oder von uns hören möchten, als darum, was uns unsere innere Natur sagt und beruft sich dabei auf die natürliche Intuition von Kindern. Wenn wir die Welt durch die Augen der Kinder betrachten, können wir ihre Fähigkeit bewundern, die Wunder und Schönheit der Welt zu sehen und uns von ihrer unverfälschten Neugier und Offenheit anstecken lassen.


Auch sollten wir darauf achten, dass unser Verstand nicht versucht, unsere natürliche Sprache oder Ausdrucksweise zu unterdrücken oder zu verändern. Anstatt also unsere Sprache und unseren Ausdruck zu kontrollieren oder zu zensieren, sollten wir uns erlauben, uns auf natürliche Weise auszudrücken, so wie Kinder es tun würden.


In diesem Sinne können Kinder uns als Vorbilder dienen, indem sie uns daran erinnern, dass wir uns auf unsere eigene innere Stimme verlassen sollten, anstatt uns von der Meinung anderer leiten zu lassen. Kinder können uns inspirieren, uns von unseren Vorurteilen, Ängsten und Einschränkungen zu befreien und unsere eigene innere Weisheit zu entdecken.



Von kindlicher Intuition lernen


Emerson beschreibt hier die kindliche Intuition und Wahrnehmungskraft. Kinder lassen sich nicht so leicht durch falsche Gründe oder oberflächliche Antworten täuschen. Wenn Eltern ihre Fragen nicht ehrlich beantworten oder ihnen falsche Informationen geben, werden die Kinder das bemerken und sich entweder selbst auf die Suche nach Antworten machen oder sie werden das Vertrauen in ihre Eltern verlieren. Emerson betont somit auch die Bedeutung von Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit Kindern.


Für Emerson sind Kinder ein Spiegelbild der reinen und natürlichen Schönheit der Welt und eine Erinnerung daran, dass wir als Erwachsene unsere Verbindung zur Natur und unserem eigenen Selbst nicht verlieren sollten. Wir sollten uns bemühen, ihre Kindheit zu schützen und zu bewahren, um sicherzustellen, dass sie in einer Welt aufwachsen, die sie inspiriert und nährt, anstatt sie zu unterdrücken oder zu verbiegen.





Philosophie für Eltern - kindliche Natur



Kinder als natürliche Quelle der Weisheit und des Lernens


Emerson betrachtet Kinder als ein Geschenk der Natur, die dazu bestimmt sind, die Welt zu erforschen und ihr eigenes Potenzial zu entfalten. In seinem Essay "The American Scholar" schreibt er 1837:


"Natürlich wirst du auf Bescheidenheit bei den Kindern und Respekt vor ihren Lehrern bestehen, aber wenn der Junge dich in deiner Rede unterbricht, dich korrigiert und dir sagt, dass du falsch liegst, umarme ihn!"

Dieses Zitat betont die Wichtigkeit des Respekts vor der Unbefangenheit, der Meinung und dem Wissen von Kindern. Emerson fordert uns auf, ihre Fähigkeiten und ihr Potenzial anzuerkennen und zu schätzen. Wenn ein Kind in der Lage ist, uns zu korrigieren oder zu lehren, selbst wenn es konventionellen Normen nach als unpassend oder unhöflich gilt, sollten wir das als Gelegenheit betrachten, zu lernen und zu wachsen. Mit diesem Zitat drückt Emerson die Bedeutung aus, die er dem freien Denken und der Selbstbestimmung der Kinder beimisst.


Emerson glaubte, dass Kinder nicht nur eine Quelle der Freude und des Staunens sind, sondern auch eine Quelle der Weisheit und des Lernens. Sie können uns helfen, unsere eigene Wahrnehmung zu schärfen und uns auf neue Wege zu führen, die wir sonst vielleicht nie entdeckt hätten.



Liebe, Verständnis, Echtheit und Geduld - die wahre Bedeutung liebevoller Kinderbegleitung aus der Sicht von Ralph Waldo Emerson


Was wir also von Ralph Waldo Emersons Weisheiten über liebevolle Kinderbegleitung und Unterstützung in der Entfaltung unserer Kinder lernen können, ist die Bedeutung von Empathie und Geduld im Umgang mit unseren Kindern. Zu wissen, dass es wichtig ist, den natürlichen Drang der Kinder lernen und wachsen zu wollen, zu unterstützen, anstatt sie in starren Strukturen zu erziehen. Die Individualität und Einzigartigkeit jedes Kindes zu respektieren und zu fördern, um ihre volle Potentialität zu entfalten. Sich selbst authentisch und ehrlich zu zeigen, um dem Kind als Vorbild zu dienen. Durch eine solch liebevolle Kinderbegleitung können wir nicht nur glücklichere und selbstbewusstere Kinder hervorbringen, sondern auch eine bessere Zukunft für unsere Gesellschaft schaffen.


 

Wer war Ralph Waldo Emerson überhaupt?



Die Kraft der Resilienz: Wie Ralph Waldo Emerson trotz Schicksalsschlägen innere Stärke und Freude im Leben fand

Ralph Waldo Emerson - englische Wurzeln, ein prominenter predigender Vater und drei Brüder


Ralph Waldo Emerson wurde am 25. Mai 1803 in Boston, Massachusetts, als Sohn von William Emerson und Ruth Haskins Emerson geboren. Sein Vater war ein Prediger und eine prominente Persönlichkeit in der Stadt, während seine Mutter eine fromme und liebevolle Frau war.


Emersons Vorfahren väterlicherseits stammten aus Lincolnshire, England, und waren im 17. Jahrhundert nach Massachusetts ausgewandert.


Ralph Waldo Emerson hatte drei Brüder, von denen einer in jungen Jahren starb. Sein älterer Bruder William trat ebenfalls in den geistlichen Dienst ein und wurde später Präsident des Harvard College. Sein jüngerer Bruder Edward war ein begabter Dichter, der jedoch früh an Tuberkulose starb.



Vom Prediger zum Freidenker: Ralph Waldo Emersons Suche nach spiritueller Freiheit


Emerson selbst war in jungen Jahren wie sein Vater Pastor tätig. Er hatte ursprünglich vor, Jurist zu werden, entschied sich aber während seines Studiums für das Theologiestudium. Sein Glaube und seine Theologie entwickelten sich jedoch im Laufe der Zeit weiter, und er begann, die traditionellen christlichen Lehren in Frage zu stellen und sich für eine spirituelle Erfahrung jenseits der Dogmatik einzusetzen.



Der erste große Schicksalsschlag


Ralph Waldo Emersons Leben war von Tragödien gezeichnet. Seine erste Frau Ellen Louisa Tucker Emerson starb am 8. Februar 1831 im Alter von 20 Jahren an Tuberkulose, nur 17 Monate nach ihrer Heirat. Dies war ein schwerer Schlag für Emerson, der sehr in sie verliebt war und ihre gemeinsame Zeit als die glücklichste seines Lebens betrachtete. Ihre kurze Ehe und ihr Tod hatten auch einen starken Einfluss auf seine Schriften, da er sich intensiv mit Themen wie Vergänglichkeit, Verlust und Transzendenz beschäftigte.



Eine transformative Reise nach Europa und ihr Einfluss auf Emersons Denken


1833 reiste er nach Europa. Er hatte damals bereits seine Gemeinde in Boston verlassen und war nicht mehr als Prediger tätig. In Europa reiste er durch England, Schottland, Italien und Frankreich und traf sich mit vielen intellektuellen Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Zudem hatte er die Gelegenheit, sich mit den Werken von Schriftstellern und Philosophen wie William Wordsworth, Samuel Taylor Coleridge, Thomas Carlyle und Johann Wolfgang von Goethe auseinanderzusetzen, was sein Denken und Schreiben nachhaltig prägte und beeinflusste.


Nach seiner Rückkehr aus Europa im Jahr 1833 begann Emerson, sich intensiver mit Literatur und Philosophie zu beschäftigen. Er begann, Vorträge zu halten und wurde schnell zu einem gefragten Redner in der Region New England. Seine Vorträge waren geprägt von einer neuen Art des Denkens und einer Betonung der individuellen Freiheit und Selbstständigkeit.



Eine neue große Liebe


Im Jahr 1834 lernte er Lidian Jackson kennen. Emerson war von ihrer Schönheit, ihrem Witz und ihrer Intelligenz beeindruckt und begann bald darauf, ihr Briefe zu schreiben. Die beiden verliebten sich ineinander und heirateten am 14. September 1835 in Concord, Massachusetts.


Mit Lidian hatte Emerson vier Kinder

  1. Waldo Emerson (geboren 1836)

  2. Ellen Tucker Emerson (geboren 1839)

  3. Edith Emerson (geboren 1841)

  4. Edward Waldo Emerson (geboren 1844)



Die Anfänge von Emersons Schreibkarriere: Wie seine Essays das amerikanische Denken prägten


Mitte der 1830er Jahre begann Emerson, seine Gedanken in Schriftform zu veröffentlichen. Sein erstes Essay, "Nature", wurde 1836 veröffentlicht und stieß auf großes Interesse und Anerkennung. In diesem Werk betonte er die Wichtigkeit der Natur und ihrer Schönheit und wie sie uns helfen kann, uns mit unserem innersten Wesen zu verbinden.


Emersons Ansichten und Ideen waren zu dieser Zeit noch sehr ungewöhnlich und er stieß auf Ablehnung bei vielen Kritikern und sogar einigen Freunden. Doch er blieb standhaft und glaubte an seine Überzeugungen.


Im Jahr 1841 veröffentlichte er seinen Essay "Self-Reliance" ("Vertraue dir selbst"), in dem er die Bedeutung des Vertrauens auf die eigene Intuition und das eigene Urteilsvermögen betonte. Der Essay wurde zu einem wichtigen Werk der amerikanischen Literatur und prägte den Begriff der amerikanischen Individualität.



Der zweite große Schicksalsschlag


Emersons erster Sohn, Waldo war ein kränkliches Kind und starb im Alter von fünf Jahren am 27. Januar 1842 an Scharlach. Emerson war zutiefst betroffen von diesem Verlust und schrieb später, dass der Tod seines zu diesem Zeitpunkt einzigen Sohnes ein "Erdbeben und ein Blitzschlag" in seinem Leben gewesen sei. In der Woche nach dem Tod seines Sohnes schrieb er einem Freund:

"Der Tod eines lieben Kindes trifft das Herz schrecklich und verursacht eine Leere, die die ganze Welt nicht füllen kann. Es ist lange her, dass ich so viel Neigung zum Weinen hatte wie beim Hören, dass mein kleiner Junge, mein einziger Sohn und Kind, im Alter von fünf Jahren und zwei Monaten am vergangenen Freitag aus diesem Leben geschieden ist."

Nach dem Tod seines Sohnes zog Emerson sich für einige Zeit zurück, um in der Natur zu wandern und zu meditieren. Später begann er, über die Erfahrung des Verlusts zu schreiben und darüber, wie man durch die Trauer hindurchkommen kann. Ein Beispiel dafür ist sein Essay "Experience" aus 1844, in dem er über den Verlust seines Sohnes und seine eigene Trauer schreibt.


Obwohl der Tod seines Sohnes für Emerson eine schmerzhafte Erfahrung war, hat er versucht, daraus etwas Positives zu ziehen, indem er darüber schrieb und anderen Menschen half, mit ihrer eigenen Trauer umzugehen.



Emersons Vermächtnis: Wie seine Ideen das amerikanische Denken prägten


Emersons Leben war nicht frei von weiteren Schicksalsschlägen. Im Jahr 1871 starb seine Frau Lidian nach langer Krankheit. Emerson selbst litt in seinen späteren Jahren unter Gedächtnisproblemen und starb am 27. April 1882 im Alter von 78 Jahren.


Trotz all dieser Tragödien blieb Emerson standhaft und behielt seinen Glauben an das Gute im Menschen und an die Kraft des Individuums. Seine Schriften und Ideen haben bis heute Einfluss auf die amerikanische Kultur und sind ein wichtiger Bestandteil des amerikanischen Denkens.



 

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